Vereinsgründung

Die Vereinsgründung

Obwohl es sich um eine relativ junge Zunft handelt, reicht ihre Vorgeschichte bis in die 60er Jahre zurück. Damals besaß Höllenzunft Kirchzarten eine sogenannte Narrenpolizei, die sie für verschiedene Ordnungsdienste und als Eskorte einsetzte. Vier motorradbegeisterte junge Männer aus Falkensteig hatten sich ihr angeschlossen. Sie gründeten 1965 die Burg Falkensteiner Burgknechte. Die Burgknechte waren ein Narrennest der Kirchzartner Höllenzunft, die Gründer dieser Gruppe: Franz Fischer, Rudolf Löffler, Werner Schmälzle und Hermann Zipfel. Die Burgknechte nahmen an verschiedensten Fasnachtsveranstaltungen des Dreisamtales teil und beteiligten sich selbst an Umzügen in größerer Entfernung. Mit zunehmender Mitgliederzahl kamen auch eigene Veranstaltungen hinzu. Am Fasnachtsfreitag 1975 organisierten sie den ersten Kinderumzug in Buchenbach und eröffneten damit die - wenn auch noch junge - Tradition der eigenen Fasnachtsumzüge in Buchenbach. Nachdem schon mehrfach aus der Reihe der Mitglieder angeregt, wurde im September 1979 bei der Mitgliederversammlung beschlossen, in Zukunft mit einer Maske und einem anderen Häs aufzutreten. Gleichzeitig wurde beschlossen, zum 31. Dezember 1979 aus der Höllenzunft Kirchzarten auszuscheiden und eine eigenständige Narrenzunft zu bilden. Diese Versammlung kann als Gründungsversammlung angesehen werden und als Beginn der eigentlichen Geschichte der Burg Falkensteiner Höllenhunde. Am 15.Januar 1980 gab sich die Zunft eine neue Satzung, die von folgenden Gründungsmitgliedern unterzeichnet wurde:

Sieglinde Jänsch, Stefan Jänsch, Otto Kallfaß, Rosemarie Kallfaß, Johann Kapp, Robert Sandmann, Siegfried Sick und Eduard Wießtler.

Die Figur des Höllenhundes trägt zum schwarzen Häß mit Kette und Knochen eine Hundemaske. Sie versinnbildlicht die Sage vom Höllenhund. Dieser riesengroße, schwarze Hund soll zwischen Falkensteig und Hirschsprung des öfteren späte Zecher erschreckt haben. Er griff sie aber nicht an, sondern geleitete sie sicher nach Hause. Auch soll es vorgekommen sein, daß von einer Gruppe, die um die Geisterstunde im Höllental unterwegs war, nur eine Person diese Erscheinung hatte. Dabei habe sie aber nicht sprechen können, um die anderen darauf hinzuweisen.

Außer der Pflege des Fasnachtsbrauchtums gehört die Teilnahme an den Veranstaltungen der örtlichen Vereine zum festen Bestandteil des alljährlichen Terminplans. Seit 1986 veranstaltete die Zunft im Sommer den Falkensteiger Dorfhock, bei dem seit 1987 die Wettspiele um den Wäldercup ausgetragen wurden.


Quelle : Unsere Heimat Buchenbach - vom Kirchspiel zur Gemeinde